Ich schreibe vor allem gegen die Illusion vom perfekten Menschen und die Diskriminierung von Behinderten an.
Behinderungen und Krankheiten gehören zum Dasein des Menschen so dazu wie Macken und Ticks.
Eine perfekte Gesellschaft ist weder zu erreichen noch wünschenswert.
Menschen mit einer Behinderung oder einer Erkrankung kommt die Rolle zu, auf Defizite und No-gos, aber auch auf unbedingt notwendige Dos, in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.
Ich möchte, dass Behinderungen und Erkrankungen zum Alltag gehören wie essen, trinken und schlafen. Für mich als Betroffene ist das der bessere Weg als mir permanent die Inklusion auf die Fahne zu schreiben und nur davon zu reden. Denn nur durch Handeln verändere ich unseren Alltag.
Indem ich die Figuren handeln lasse, zeige ich die Ist-Situation auf und führe sie gleichzeitig in die Soll-Situation, ohne viel erklären zu müssen.
Für mich bedeutet das, dass ich die Gesellschaft realistisch darstelle, um meine Figuren und ihre Lebenswelt authentisch darstellen zu können. Der Eskapismus vermag dies nicht zu leisten. Er hüllt alles in einen Kokon. Nur authentische Figuren und realistisch Plots können die Wirklichkeit abbilden, beschreiben, falls das überhaupt möglich ist, und verändern.